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Friedhof der Seelen

Eine weiß gestrichene Gartenpforte öffnet sich, man tritt ein in den Garten, den kein menschliches Auge je gesehen hat. Die ersten Schritte sind getan, da Tor, es schließt sich ohne das kleinste Geräusch. Die Luft ist lau, angenehm, der Hauch von Frühling schwebt in ihr. Während man noch ungläubig zurückschaut, denn vor dem Garten herrscht eisiger Winter, hört man langsam die leise Musik, die zu erklingen scheint. Auf einem Pfad aus weißem Marmor wandelt man weiter, an grünen Wiesen und Blumen vorbei. Niemand scheint hier je das Gras zu schneiden, niemand sagt den Bäumen wie sie zu wachsen haben. Der Weg gabelt sich, zur einen Richtung liegt ein See. Schwäne gleiten über ihn, tonlos, als tanzten sie zu der unbeschreiblichen Melodie. Weiden stehen tief gebeugt über dem tiefgrünen Wasser.

Zur anderen Seite führt der Pfad weiter, wohin, das ist nicht zu sehen. Man schreitet sacht ins Ungewisse. Der Weg bekommt Abzweigungen, an den Seiten stehen sie, viele kleine Grabsteine, auch sie sind weiß. Ohne Widmung, ohne Namen, doch wenn man näher tritt, dann hört man sie leise flüstern, das Echo ihrer selbst, aus längst vergangener Zeit.

Und während man noch steht und staunt, umspielt der Wind das Gesicht, das Haar und tanzt mit einem im lichten Sonnenschein. Erst jetzt begreift man, dass es keinen Wind hier gibt, dass es die Bewegungen der neuen Seelen sind. Man möchte eine Blume pflücken, ins Haar sich setzen, doch man ist körperlos, ein Teil des Seelenstroms, auf dem Weg zum eigenen Grab. Denn kein Sterblicher sah je des Friedhof der Seelen, nur die Seelen selbst können erzählen... Sie flüstern zum Klang der Musik. Doch keiner hört ihnen zu, man beginnt erst zu lauschen, wenn man selbst im Strom der Seelen schwebt, die eigentümliche Musik vernimmt und den Frühling riechen kann.

13.4.07 16:23
 


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